Analogie: die Telefonnummer

Wenn ich mit jemanden der nicht direkt neben mir sitzt sprechen möchte, greife ich zum Telefon und wähle die Nummer des Gesprächspartners. Diese Nummer besteht aus:

Vorwahl – Land – Bezirk – Teilnehmer

00 – 49 – 89 – 878 069 850

(Im Beispiel unsere eigene Nummer für Support und Anfragen zur Anonymebox).

Damit kann die Telefongesellschaft in der Vermittlungsstelle die benötigte Verbindung herstellen, und jeder Anschluss weltweit wird über eine eigene Nummer direkt erreicht.

Damit die Computer, Smartphones, Tablets und andere Geräte im Internet miteinander sprechen können, hat jeder Teilnehmer genauso eine eigene Nummer, die IP-Adresse.

IP-Adressen schauen wie folgt aus:

192.0.2.53 – das ist eine IPv4 Adresse

2001:0db8:582:ae33::29 – das ist eine IPv6 Adresse

Genau so wie beim Telefon, kann damit jeder Computer mit dem unser Computer sprechen möchte über seine IP-Adresse direkt und eindeutig erreicht werden. Da es nicht mehr genug IPv4 Adressen gibt – es gibt mehr Menschen auf der Welt als IP-v4 Adressen – hat man die neuen, und längeren IPv6 Adressen erfunden. Noch haben sich diese aber nicht durchgesetzt.

Woher kommen die IP-Adressen?

Unser Internetprovider, zum Beispiel Kabel Deutschland, teilt uns eine eigene IP-Adresse zu. Anhand dieser kann unser Computer (beziehungsweise unser Anschluss) identifiziert werden. Da es nur noch sehr wenige freie IPv4 Adressen gibt, teilt sich ein Anschluss, zum Beispiel ein Haushalt, meist eine IPv4 Adresse für mehrere Computer. Das funktioniert dank einer Technologie namens NAT.

Warum spricht unser Computer mit anderen Computern?

Diese Computer sind meistens sogenannte Server, und unser Computer fragt von den anderen Computern den Inhalt von Webseiten ab – beispielsweise Google, YouTube, Wikipedia.

Aber auch e-Mails – über GMail und den Webbrowser, oder ein spezielles e-Mailprogramm wie Outlook oder Thunderbird.

Jedesmal unterhält sich unser Computer mit einem anderen Computer, um uns die Inhalte, Nachrichten und andere Informationen anzeigen zu können.

Whatsapp, Facebook und andere Apps werden von einem anderen Computer heruntergeladen und kommunizieren mit weiteren Computern um unsere Nachrichten, Fotos hochzuladen, und die unserer Freunde und Bekannten herunterzuladen.

Problem 1: Der Computer als Datensklave

Der Computer versteht nicht was er macht. Er arbeitet einfach stur und stupide das ihm vorgegebene Programm ab. Webseiten geben dem Computer beispielsweise vor, welche Inhalte geladen werden müssen.

Tracking-Skripte um das Nutzerverhalten auf Webseiten zu analysieren, Werbung, und leider auch Schadsoftware werden automatisch von unserem kleinen Datensklaven aus dem Internet heruntergeladen.

Diese Verbindungen werden von unserem Computer nach den Anweisungen der Webseiten automatisch zu deren Servern, die über ihre eigenen IP-Adressen erreichbar sind, aufgebaut. Die – eben manchmal unerwünschten – Inhalte werden heruntergeladen.

 

Problem 2: Der transparente Nutzer

Die Computer auf der anderen Seite, die Server, erhalten unsere eigene IP-Adresse – die von unserem Computer, um mit der Gegenstelle kommunizieren zu können. Dadurch können diese Server uns identifizieren.

Woher weiß YouTube aus welchem Land ich komme?

YouTube kennt das Land anhand der IP-Adresse. Ähnlich wie die Telefonnummer im einleitenden Beispiel kodiert die IP-Adresse für ein bestimmtes Land, eine bestimmte Stadt, und teilweise sogar für bestimmte Straßen / Ortsteile.

Über den Internet-Anbieter, beispielsweise die Telekom, können dann Polizei und Geheimdienste die IP-Adresse zu einem konkreten Zeitpunkt einem konkreten Anschlussinhaber zuordnen.

Diese Daten werden aufgrund des Vorratsdatenspeicherungs-Gesetzes in Deutschland zehn Wochen lang von allen Telekommunikationsanbietern gespeichert. Aufgrund von dem bereits angesprochenen NAT kann meistens nicht ein direkter Nutzer und Computer im Haushalt identifiziert werden, sondern der Haushalt, aus dem der Computer stammt.

Um so schlimmer, wenn ein Nachbar sich in das WLAN einhackt, und dann darüber surft. Daher sollte man auf ein sicheres WLAN-Passwort mit Sonderzeichen achten.

Das Internet weiß wo Sie sind

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Jeder Server mit dem Sie sich verbinden kann mit Hilfe einer sogenannten Geolocation Datenbank ermitteln, aus welcher Stadt Sie kommen. Dadurch können Ihnen beispielsweise relevante Informationen angezeigt werden – Anzeigen die nur für Leute aus Ihrer Stadt interessant sind, Freunde die sich gerade an Ihrer Position aufhalten, und vieles mehr.

Doch nicht jedem ist das recht, so transparent zu sein:

Ich möchte aber mehr Privatsphäre!

Speziell um die Problematik der eindeutigen IP-Adresse zu bekämpfen haben wir die Anonymebox entwickelt.

Ihre Daten gehen dabei nicht direkt an die Server, sondern über drei Zwischencomputer. Die Server sehen dabei nur die Adresse des letzten Computers. Ihre IP-Adresse bleibt anonym, Sie können nicht mehr identifiziert werden.

Wir benutzen dazu das Tor Netzwerk, das auch Edward Snowden genutzt hat und für mehr Privatsphäre empfiehlt. Mit der Anonymebox haben wir die Benutzung für Sie kinderleicht gemacht. Sie stecken die Anonymebox zwischen Ihren Router und Ihren Computer, und surfen anonym. Auch Smartphones, Tablets, Apple Macs und andere Geräte werden unterstützt.

Klicken Sie hier um sich über die Anonymebox weiter zu informieren.

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